Zeig mich!

Beschreibung des 4-teiligen zentralen Kunstprojekts 2017/18

Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

Dschalal ad-Din al-Rumi, afghanischer Dichter 1207-1273

Welches Medium bietet Raum für gegenseitiges Vertrauen, Respekt und Offenheit für einen Menschen, Erkennen eines zuvor Unbekannten? Und wie kann all dies zum Ausdruck gebracht werden?
Der Wunsch der Jugendlichen von YouthNet war das bessere Kennenlernen unbekannter Gleichaltriger völlig anderer Herkunft- unser Wunsch war die Darstellung dieses Prozesses.

So entstand das vierteilige Projekt „Zeig Mich!“

Wir wollten den Jugendlichen die Möglichkeit erschaffen durch intensive Zusammenarbeit, gegenseitige Interviews, dem Erarbeiten neuer Inhalte im Team und besonders durch eine gemeinsame, künstlerische Ausdrucksweise dieses Erkennen des Anderen darzustellen.

Die 18 Jugendlichen arbeiteten hierzu in konstanten Zweierteams. In keinem Team befanden sich Teilnehmer, die sich zuvor kannten. Nach Möglichkeit waren sie unterschiedlicher Herkunf.

Teil 1: In intensiven Interviews mit 30 Fragen bekamen die Teampartner einen tieferen Eindruck voneinander. Hierbei wurden auch sehr persönliche Fragen erörtert, wie zum Beispiel: „in welcher Sprache träumst Du, wovor hast Du Angst, wo siehst Du Dich in 10 Jahren, was findest Du ungerecht, nenne Deine drei wichtigsten Wünsche. All dies blieb in dem geschützten Raum des jeweiligen Teams und der Gruppenleiter. Die 5-8 wichtigsten Aussagen wurden von dem Interviewten markiert und von der Gruppenleitung zusammengefasst. Daraus entstand das Infoblatt für den Partner.

Teil 2: Jedes Team erlernte den Umgang mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. Die Bögen mit den wichtigsten Informationen über den Partner wurden besprochen. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit Fotos aus ihrem Leben, Symbole, Texte, etc. welche ihnen wichtig sind zu sammeln und an den Partner weiterzuleiten. Diese Elemente wurden ein möglicher Bestandteil ihres Kunstwerks.

Teil 3: In Zweierteams und in Begleitung von einem Mentor oder Gruppenleiter fotografierten die Jugendlichen einander gegenseitig , unter Einbeziehung der erhaltenen Erkenntnisse über den Partner. Hierzu hatte die Gruppenleitung einen Bereich der Stadt festgelegt: Das Lehel mit dem Englischen Garten, dem Eisbach, Haus der Kunst und Museum 5 Kontinente.

Teil 4: Die Jugendlichen gestalteten gemeinsam auf Laptops ihre beiden Kunstwerke. Neu für die meisten war die Anwendung von Bildbearbeitungsprogrammen. Dabei wurde intensiv diskutiert, ausgewählt, nach einem Bildtitel gesucht. Gemeinsam wurde ein Ausdruck für die gegenseitige Darstellung gefunden.

Fazit: Es entstand eine große Intensität und Vertrautheit. Es entstand ein gemeinsamer Raum. Ein Raum, in dem es keinen Platz für Vorurteile ,Unterschiede oder Konkurrenz gab. Nur Platz für den Menschen-so wie er ist und dadurch Raum für Kreativität, Einsatz und das Arbeiten in Teams. Unser Ziel ist es, dass die Jugendlichen dieses Gefühl mit in ihr Leben nehmen.

Für uns war das Zusammenwachsen der gesamten Gruppe zu erleben, wunderschön und sehr intensiv. Wir sind den 18 Teilnehmern und 6 Mentoren sehr dankbar.

Sharon Bruck, Konzeption, Gruppenleitung,

Eva Rapaport , Konzeption, Co-Leitung.

Bilder der Ausstellung 

Zeig Mich!

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