YouthNet DIGITAL

Am 29. März 2020 sollte die Präsentation der Kunstwerke in den Räumen der Pinakothek der Moderne stattfinden. 300 Gäste waren geladen. Die Absage unserer Veranstaltungen war nicht überraschend und der einzig richtige Schritt, um einen Beitrag für die die Eindämmung der weltweiten Gesundheitskrise zu leisten. Doch die Corona-Pandemie bringt für Initiativen wie YouthNet erheblich größere Konsequenzen. 

Was bedeuten Ausgangsbeschränkungen, Kontaktbegrenzungen, große soziale und wirtschaftliche Umwälzungen und Angst für ein Projekt wie YouthNet? Unser Programm lebt vom direkten Kontakt Jugendlicher, die einander begegnen wollen, die ihre gegenseitigen Vorurteile abbauen und etwas vom Leben eines Menschen erfahren, den sie normalerweise nicht kennengelernt hätten. Durch Augenkontakt, Rollenspiele, lebendige Gespräche, psychische und physische Berührung und gemeinsame Kreativität entsteht während unserer Programme eine große Nähe und ein gegenseitiges Erkennen. Wir erschaffen so einen Raum, in dem für Rassismus und Ausgrenzung kein Platz ist. Die Jugendlichen nehmen die Erkenntnis, dass unterschiedliche Herkunft, Lebensweise und Religion eine gegenseitige Bereicherung sein können mit in ihren Alltag.

Wie sollen sie diese Erfahrungen ohne direkte Begegnung machen?

Nach dem für alle verstörenden Lockdown haben wir umgehend reagiert, um den Jugendlichen nahtlos Begegnung und Austausch zu ermöglichen. Von April bis Juni konnten alle Teilnehmer*innen in einer Reihe von Webinaren digital weitermachen.

April: Präsentation aller Kunstwerke. Hierzu hat Sharon Bruck einen kleinen Film geschaffen in dem die Entwicklung jedes Werks gezeigt wird. So konnten wir unseren Teilnehmern eine digitale Werkschau bieten.

April: Feedback für YouthNet 2019/20. Wir brauchen jährlich die ehrliche Kritik aller Teilnehmenden, um unser Programm kontinuierlich zu verbessern.

Mai: Rassismus und Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona. Mehrere Jugendliche haben hierzu kurze Beiträge vorbereitet. Diskutiert wurde im Plenum. Leitung: Dr. Oren Osterer

Mai: Stress. Louis Lewitan führender Stressexperte erklärte wie Stress im Inneren entsteht, eröffnete den YouthNetern Perspektiven zu dessen Abbau und ließ die Jugendlichen in Chatrooms Gruppenübungen absolvieren. 

Juni: Wie sage ich was mich stört? Konfliktbewältigung. Ralph Willmann und Corinna von Giese Schauspieler und Coaches übten mit den Jugendlichen Konfliktstrategien im Plenum und in Gruppenchatrooms.

Juni: Wie wird dieses Land nach Corona sein? Amelie Fried und Paulina Fried diskutierten über Wünsche, Bedürfnisse, Hoffnungen und Ängste und erarbeiteten mit den Jugendlichen möglichkeiten zum eigenen gesellschaftspolitischen Engagement aller.

Juli: Corona- Video. Wir haben alle Teilnehmer aus vier YouthNet Jahrgängen gebeten ihre Gedanken, und Aktivitäten während der Zeit der Ausgangsbeschränkung kurz zu filmen und uns zu senden. Sharon Bruck hat aus einigen Beiträgen ein Video erschaffen. 

Und dann geschahen kleine Wunder: Nach Wiedereröffnung der Museen erhielten die Jugendlichen des Programms 2019/20 die Möglichkeit ihre 22 Kunstwerke in den Räumen der Pinakothek der Moderne für drei Wochen zu präsentieren. Die Einhaltung aller geltenden Abstands- und Hygienevorschriften war natürlich Voraussetzung. 

Sobald Treffen von mehreren Personen im Freien erlaubt waren und die Organisatoren ein umfangreiches, zusätzliches Sicherheitskonzept erstellt hatten, war es möglich im Juli sieben YouthNeter in einem Garten zu neuen Mentoren auszubilden und unser jährliches Grillfest im kleineren Rahmen zu veranstalten. Dabei trugen sich 18 Jugendliche in unser Projekt 2020/21 ein.

Seit 13.September ist das neue Programm gestartet. Momentan absolvieren wir unsere realen Treffen im Freien und haben zahlreiche Programme zum Schutz aller Teilnehmenden und ihres sozialen Umfelds neu konzipiert. Wir haben alle Jugendlichen mit Masken ausgestattet und achten auf die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln. Viele Aktivitäten absolvieren wir in Kleingruppen. Digitale Programme als Alternative für reale Treffen werden parallel geplant.

 

Ab November wollen wir das diesjährige Kunstprogramm mit der Münchner Staatsoper durchführen. 

 

Digitales Netzwerk

Bereits seit 2017 hat Youthet Parallel zu den Projekten ein digitales Netzwerk aufgebaut. Alle ehemaligen, aktuellen und künftigen Teilnehmer können Mitglieder in diesem Netzwerk sein, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu informieren.

Was wird geboten?

Grillfest im Juli für alle Mitglieder

Kartenangebote für diverse Kulturveranstaltungen

Veranstaltungshinweise.

Austausch von Informationen

Anfragemöglichkeit bei

   Nachhilfebedarf

   Jobsuche

   Praktikasuche

Unterstützung bei Problemen

Home

Unsere Kooperationspartner: Neue Wege Jugendhilfe München, Feinkost Käfer, Pinakothek

der Moderne, Staatsoper München,  UBS Bank München, Oskar -von-Miller-Gymnasium,

Max-Planck- Gymnasium,  FlüB&S, Verein für

Sozialarbeit, Beth Shalom München, evangelische Kirchengemeinde Gauting, Islamisches Forum Penzberg, Bayerns beste Gipfelstürmer,

Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition, Neuland

Wir danken dem Verein Neue Wege Jugendhilfe, Feinkost Käfer, und der UBS Bank- Niederlassung München für ihre großzügige Unterstützung

KONTAKT / ANMELDUNG

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage benutzt. Mit dem Absenden des Kontaktformulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.